Montag, 22. August 2016

Samstag, 20. August 2016

Life is a story: Steine für den Garten



Ich habe in meinem Garten eine Menge Platz und bin immer aufgeschlossen für neues. Ich baue hier mal, dann da, pflanze um, ändere, gestalte und lasse entstehen. Dabei bin ich Kreativgärtnerin, liebe die Natürlichkeit und hab nichts gegen eine kreative Gestaltung einzuwenden. So sind mir Zwischenraumreinigungen mit der Zahnbürste im Garten zuwider und neu gekauft muss nicht sein. So behalte ich Dinge, die  kostenlos abgegeben werden im Auge und schaue, ob ich aus den Dingen, die abgegeben werden, nicht noch etwas machen kann.

So kam ich in Kontakt mit einer Familie, die ihren Garten ändern wollten. Die sorgsam abgesteckten Beete sollten einem Rasen weichen. Und bei mir ist es genau anders herum. Mein großer Rasen, so hatte ich mir gerade überlegt, sollte weiteren Erlebnisräumen weichen. Die Familie bot mir an, die Steine aus dem Beet zu entfernen und dann könne ich sie kostenlos mitnehmen. Es waren nur ein paar Straßen zu fahren und so freute ich mich auf die Beeteinfassungssteine.

Ich parkte meinen kleinen Smart mit offener Rückklappe auf der Zuwegung und machte mir im Garten zu schaffen. Der Verschenker stellte mir seine Schubkarre zur Verfügung und so stapelte ich unter Schweiß – schließlich haben wir Hochsommer – die Steine im Kofferraum meines Smarties, der dabei ganz schön in die Knie ging.

Ich hatte gerade wieder eine Schubkarre voller alter Steine in den Smart verladen, als von weitem ein Pärchen näher kam. Ich lehnte leicht erschöpft am Auto und schnaufte einmal durch. Ich war erschöpft, das Auto voll und irgendwie hatte ich keine Lust mehr. Für mein Steinprojekt hatte ich auch genug Steine und ich überlegte, ob ich es dabei bewenden ließ. Aber … - einem geschenkten Gaul schaut man doch nicht ins Maul. Und ich hatte erst ungefähr die Hälfte verladen. Irgendwie hatte ich keine Lust nach Hause zu fahren, den Smart zu entleeren und dann wieder zu kommen, um die ganze Prozedur zu wiederholen.

„Das Auto ist doch viel zu klein für so viele Steine!“, sagte da plötzlich eine männliche Stimme neben mir. Die Frau an seinem Arm grinste schelmisch.

„Der Kleine ist vielleicht klein – aber oho! Der schafft das schon!“, konterte ich augenzwinkernd.

„Wieso sagt mir mein Nachbar denn nicht Bescheid, wenn er seine Steine loswerden will?“, meinte der Mann dann. „Der Weg von Garten zu Garten ist doch viel schneller. Und der arme Smart wird nicht so gescheucht!“

„Können Sie denn noch welche gebrauchen?“, fragte ich neugierig und hegte die Hoffnung, dass sich gerade mein Problem in Luft auflösen würde.

„Ich kann immer Steine zu bauen gebrauchen. Ich bin ein Steine-Fetischist“, griemelte der Nachbar. Seine Frau nickte zustimmend.

„Ihr Nachbar schenkt mir diese Steine gegeben ausbuddeln“, erzählte ich dem Paar. „Ich überlegte gerade, ob ich für mein Projekt nicht schon genug habe, denn die sind größer als gedacht. Etwa die gleiche Menge liegt noch im Boden.“

Wir beschlossen zum Nachbarn zurück zu gehen und mit ihm vor Ort über die Zukunft der Steine zu beratschlagen. Der Verschenker war natürlich erstaunt, als ich mit meiner neuen Bekanntschaft im Schlepptau in seinem Garten erschien. Auch seine Frau kam hinzu, als sie das Grüppchen erblickte. Und so standen wir fünf Erwachsenen mitten in dem kleinen Garten, links und rechts die Steine des Anlasses begutachtend.

„Also, ich hätte eigentlich schon genug“, meinte ich während ich auf die linke Rasenseite blickte, wo das jetzt steinlose Erdreich zu sehen war. Es sah aus wie überdimensionale Zahnlücken, die aus dem Rasen heraussahen. „Gern gebe ich ihrem Nachbarn den Rest, wenn er will.“

„Also, ich würde diese Steinseite schon nehmen. Nur nicht heute!“, grinste der Nachbar.

„Ich weiß gar nicht, wo du die noch hin tun willst“, meinte seine Frau und blickte ihn fragend an.

„Och“, schaltete ich mich ein, bevor ihr Mann antworten konnte, „für ein paar Steine ist doch immer Platz.“

„Stimmt genau“, meinte dieser und wir beiden philosophierten dann, was man mit Steinen im Garten noch so alles anfangen konnte.

„Also, dann nehme ich die rechte Seite“, entschied sich der Nachbar. „Ich hab nächste Woche Urlaub, dann hole ich die hier raus, ja?“

„Moooment!“, schaltete sich jetzt erstmals die Frau des Hauses in die Unterhaltung ein. „Eigentlich wollte ich ja ein paar Steine für die Umrandung meines kleinen Kräutergartens behalten. Aber mein Mann hatte voreilig schon alle versprochen.“ Sie stellte einen Fuß auf eine Stelle der Steinumrandung und zeigte auf die rechte Seite davon. „Die ab hier können Sie alle haben, aber diese hier, die behalte ich.“

„Einverstanden“, meinte Nachbar lächelnd. „Es wären eh ein paar zu viel gewesen. So ist prima!“

Wir alle lachten herzlich über diese Situation, weil offenbar alle bekamen, was sie eigentlich wollten – jedem war geholfen und jeder hatte einen Vorteil.

„Life is a story!“, brachte ich kichernd heraus und lachte eine Träne, die sich auf meiner rechten Wange langsam den Weg zum Mundwinkel bahnte.

„Oh ja – das ist wohl wahr“, pflichtete mir die Frau des Hauses bei. „Es gibt schon tolle Geschichten!“

Ich erzählte ihr, das mein neues Projekt „Life is a story“ heißt und sie entgegnete: „Schreiben Sie es bitte auf! Es ist schön, so etwas zu teilen! Viel Erfolg!“

Ich bedankte mich und verabschiedete mich, mich noch immer etwas wundernd, wie das Universum es manchmal schafft, die Dinge für alle Beteiligten zu einer schönen Geschichte werden zu lassen.

Copyrights: Gudrun Anders, Aachen.

Mittwoch, 17. August 2016

Tarotkarten sind Bilder für Storytelling

Hier ist ein älteres Video von mir, in dem ich in Grundzügen erläutere, warum das Legen von Tarotkarten viel mit Storytelling zu tun habe.

Dienstag, 16. August 2016

Storytelling - mehr als nur ein Trend!


Die Vorteile von Geschichten gegenüber Daten und Fakten


  • Geschichten behält man eher und länger im Gedächtnis als ein paar willkürlich aneinander gereihte Zahlenketten. Mit Geschichten wird unser bildhaftes Gedächtnis angeregt, Bilder hinterlassen ein Gefühl und somit erinnert man sich besser und länger an diese Inhalte.
  • Erzählt man die ganze Geschichte, mit Motivationen und Hintergründen, ist es wahrscheinlicher, beim Zuhörer Verständnis zu erhalten oder sogar ein Mitfühlen. Wann waren schon einmal trockene Aufzählungen dazu geeignet, ein empathisches Miteinander herzustellen?
  • Die meisten guten Geschichten haben einen Appell, eine Aufforderung in sich. Sie erzählen eine Quintessenz, die Lösung eines Problems oder eine wahre Erkenntnis, die auch für andere Menschen ein zufriedeneres oder glücklicheres Leben bedeuten kann.
  • Geschichten laden dazu ein, weitererzählt zu werden. Wer stellt sich schon auf den Marktplatz und zitiert hunderte Telefonnummern? Niemand. Und wahrscheinlich würde auch niemand davon berichten – außer vielleicht ein kurzer Lacher ob dieser skurrilen Situation. Aber wenn man lebhaft von einer wahren Begebenheit hört, kann es schon sein, dass man bei allernächster Gelegenheit Frau, Freund oder Kollegen davon berichtet. Davon lebt das Empfehlungsmarketing.
  • Geschichten brauchen vielleicht ein bisschen länger, bis Sie gelesen wurden. Ein paar nackte Daten und Fakten hat man schnell „überflogen“. Aber Geschichten wecken auch weit mehr Interesse als nackte Aufzählungen ohne „Seele“.
  • Durch Geschichten lernt man etwas. Ähnlich wie in einem Märchen gibt es wundersame Lösungen, die in Geschichten aber real anmuten bzw. sogar real sind, wenn man aus dem eigenen Leben berichtet. Der Zuhörer kann daher einen Nutzen aus Geschichten ziehen. Nutzen wiederum ist assoziiert mit Marketing, denn in werblichen Aktivitäten wird der Kundennutzen – die schönere Haut, das seidigere Haar, das bessere Gefühl mit dem Sportwagen – herausgestellt. Geschichten sind daher sozusagen Marketing in eigener Sache.

(c) Gudrun Anders

Sonntag, 14. August 2016

Leitmotiv von Storytelling


Das Bewältigen von persönlichen,
sozialen und politischen Krisen 

ist ein Leitmotiv von Storytelling.
Gregor Adamczyk

Was Storytelling bewirken kann

  • Storytelling – das ist mehr als nur ein paar Geschichten erzählen. Mit Storytelling werden auch Herzen und Emotionen bewegt, um Menschen wieder näher zusammen zu bringen.
  • Nur Emotionen bewegen die Welt und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck, daher kann man mittels Storytelling Menschen bewegen und mitreißen.
  • Durch authentische Geschichten kann das gewünschte Image von Freiberufler, Selbständigen und auch Unternehmen und Produkten aufgebaut werden.
  • In einem Coaching – oder sogar einer Therapie – können mittels Storytelling und echter Kommunikation Ängste kommuniziert und auch abgebaut werden.
  • Mit Storytelling kann eine Marke aufgebaut werden, die schließlich zu einem Aushängeschild für das Unternehmen werden kann.
  • Mittels persönlicher Geschichten kann man einen nachhaltigen positiven Eindruck hinterlassen.
  • Mittels der Storytelling-Elemente können Mitarbeiter motiviert und positiv geführt werden.
  • Durch die Veränderung der Sichtweisen, die mittels Storytelling möglich sind, können Veränderungen auch im Umfeld – in Teams, Crews und Familien – bewirkt werden.
(c) Gudrun Anders

Storytelling - die Pflicht zur Wahrheit


Storytelling bedeutet auch die Pflicht zur Wahrheit, 
Erlebnisse nicht zu beschönigen, 
sondern sie genau zu beschreiben.
Gregor Adamczyk

Samstag, 13. August 2016

Storytelling im modernen Unternehmen

Storytelling im Unternehmen wird immer wichtiger. Im Zeitalter von Social Media ist es fast unabdingbar, sich mit Geschichten auf unterschiedliche Art und Weise zu beschäftigen.


Geschichten zum Einschlafen



Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen.
Erwachsenen, damit sie aufwachen.

Jorge Bucay

Freitag, 12. August 2016

Die positive Wirkungsweise von Storytelling

Die positive Wirkungsweise von Storytelling:

•    man lernt strukturierter denken
•    die Kreativität bekommt Flügel
•    man lernt durch Feedback sich klar(er) auszudrücken
•    gute Übung in Stegreifrede
•    Übung für Reden / Vorstellungsgespräche / Präsentationen
•    man lernt, sich selbst etwas zuzutrauen
•    man kann Menschen positiv beeinflussen
•    Führung wird leichter und angenehmer
•    man darf kreativ sein, es ist ja „nur“ eine Geschichte
•    Zusammenhänge bringen neue Einsichtsmöglichkeiten
•    man kann Dinge auch einmal aus einer anderen Perspektive sehen lernen
•    man darf authentisch bleiben, denn Authentizität nimmt die Zuhörer mit
•    man kann Menschen begeistern und für sich gewinnen
•    man bleibt menschlich, weil man andere an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben lässt


(c) Gudrun Anders

Donnerstag, 11. August 2016

Das Ziel von Storytelling


Storytelling hat es zum Ziel, durch Geschichten Informationen in einen logischen Zusammenhang einzubetten. Es ist folglich mittels Storytelling möglich, die Geschichte Ihres Unternehmens oder Ihres Produkts auf amüsante oder spannende Art und Weise zu erzählen und zugleich informative Aspekte besser zu vermitteln.

Quelle: https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/marketing/pr/storytelling/

Mittwoch, 10. August 2016

Storytelling im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie im Vorstellungsgespräch darum gebeten werden, etwas über sich zu erzählen, reicht es nicht aus, dass Sie einfach Ihren Lebenslauf wiederholen. Wer es schafft, seine Motivation und seine Erfahrungen in eine Geschichte zu verpacken, macht weitaus mehr Eindruck. 
André Boße

Quelle: http://www.karrierefuehrer.de/bewerben/kompaktkurs/storytelling.html

Dienstag, 9. August 2016

Wir erzählen Geschichten, weil …



  • wir andere beeindrucken wollen
  • Geschichten unser Leben bunter und fröhlicher gestalten
  • wir Erfahrungen teilen möchten
  • Geschichten aller Art unser Leben ausmachen
  • wir andere Menschen an unserem Leben teilhaben lassen wollen
  • wir damit Geld verdienen, z.B. in Form von Büchern
  • wir andere unterhalten wollen
  • Kommunikation ein wesentlicher Faktor unseres Lebens ist
  • wir einem anderen Menschen näher kommen möchten
  • wir andere auf unsere Seite ziehen wollen
  • wir Recht bekommen wollen – alle Rechtsanwälte leben davon!
  • wir Aufmerksamkeit brauchen
  • Geschichten eigentlich der normaler Umgang miteinander sind – schon seit Urzeiten
  • wir uns anderen gerade nahe fühlen
  • wir mit anderen in Kontakt kommen oder bleiben möchten
  • wir auf einem Seminar für mehr Lockerheit sorgen wollen
  • sie der Unterhaltung dienen
  • so intensiver Austausch möglich wird
  • wir es müssen. Wir müssen Dinge, die geschehen, wieder loswerden, da wir nicht zum in-uns-hinein-fressen geschaffen sind
  • wir im Negativen auch andere beleidigen, denunzieren oder lächerlich machen wollen

Montag, 8. August 2016

Für wen Storytelling geeignet ist

  • Arbeitnehmer und Arbeitsuchende, die selbstsicherer werden und einen neuen Job haben möchten
  • Coaches und Trainer, die ihre Seminare lebendiger gestalten möchten
  • Führungskräfte, die mit Herz und Verstand ihr Team motivieren wollen
  • Chefs, die ihre Mitarbeiter begeistern und zu Höchstleistungen anspornen möchten
  • Selbständige, die leichter Aufträge generieren möchten
  • Moderatoren, Redner und Seminarleiter, die ihr Publikum begeistern möchten
  • Freiberufler, die begeisterte Kunden haben möchten, die sie weiterempfehlen
  • Eltern, die ihren Kindern schöne Gute-Nacht-Geschichten erzählen möchten
  • Texter, die ihre Schreibtechnik verfeinern möchten
  • Unternehmer, die ihre Führungskräfte mitreißen wollen
  • Personalchefs, die die richtigen Mitarbeiter fürs Unternehmen auswählen wollen
  • Autoren und Selfpublishern, um nicht nur die Bücher, sondern auch Leseabende lebendig(er) zu gestalten

Samstag, 6. August 2016

Was wir aus Geschichten machen können:

  • Bewerbungen
  • Biografien
  • Blogbeiträge
  • Briefe
  • Bücher
  • Dramen
  • Emails
  • Filme
  • Forenbeiträge
  • Gute-Nacht-Geschichten
  • Informationen für die Nachwelt
  • Internetseiten
  • Klatsch
  • Komödien
  • Kurzgeschichten
  • Lehrbücher
  • Lehrmaterial
  • Magazine
  • Märchen
  • Newsletter für Kunden
  • Podcasts
  • Radiobeiträge
  • Reden
  • Romane
  • Songs
  • Texte aller Art
  • Tratsch
  • TV-Shows
  • Unterhaltung
  • Unternehmensdarstellungen
  • Unterrichtsmaterial
  • Vorträge
  • Youtubes
  • Zeitungen

Freitag, 5. August 2016

Storytelling wird eingesetzt:

Storytelling wird eingesetzt:
  • in modernen Unternehmen, die Wert auf Kommunikation und Miteinander legen, da sie erkannt haben, das nur das „Wir“ gewinnt
  • im Marketing, weil modernes Marketing mehr als platte Werbung ist
  • im Coaching, da die inneren Bilder und Geschichten wertvolle Hilfsmittel für das eigene Vorankommen sind
  • in der Therapie, um Traumata durch Erzählungen sanft zu lösen
  • in Redaktionen um Informationen kreativ zu verarbeiten

Perfektes Storytelling von Steve Jobs

Die berühmte Rede von Steve Jobs - perfektes storytelling!

Mittwoch, 3. August 2016