Sonntag, 19. November 2017

Wie erfolgreiches Storytelling gelingt

(c) pixabay - Comfreak
Für Selbständige und kleine Unternehmen geht eine gute Geschichte über die reine Unterhaltung
hinaus: Die Geschichte soll in Erinnerung bleiben und den oder die Adressaten so begeistern, dass Geschichte über die sozialen Medien geteilt wird. Im besten Fall werden die Leser selbst zu Erzählern und geben die Storys weiter.

Gute Geschichten mit Inhalt binden die Zuhörer in die Handlung mit ein und lassen diese mitdenken und im besten Fall sogar miterleben.

So gesehen setzt das moderne Social-Media-Marketing natürlich auf Storytelling und das Potential von Emotionen und starken Bildern. Hier ein paar Tipps, die zu einem guten Storytelling führen.

Es geht um das „Warum?“.

Menschen und Unternehmen sind voller Geschichten, die auch die Kunden in-teressieren. Wer eine persönliche oder Unternehmensgeschichte erzählen möchte, sollte sich vorher vor allem auch darum Gedanken machen, warum genau diese Geschichte erzählenswert ist.

Es stellt sich die Frage, ob der Verkauf gesteigert werden soll oder ein bestimmtes Produkt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden soll. Oder soll vielleicht eine neue Zielgruppe erschlossen werden? Oder möchte man der Person / dem Unternehmen ein besonderes Image verleihen oder das bestehende verändern oder stärken?

Aufmerksamkeit erregen und Wünsche wecken 
 
Jeden Tag hören wir hunderte von Geschichten: in der Werbung, in Filmen, im Gespräch mit Freunden oder auch in der Mittagspause oder beim kurzen Talk mit dem Nachbarn. Natürlichen werden auch Zahlen, Daten und Fakten ausgetauscht, aber das ist sicherlich in der Minderheit. Was macht also eine Geschichte aus, die sich abhebt? Johann Wolfgang v. Goethe wusste Bescheid:

„Sprichst du zum Volke, zu Fürsten und Königen,
allen magst du Geschichten erzählen,
worin wirklich erscheint,
was sie wünschen und wie sie selber zu leben begehrten.“


In einer guten, lebendigen Story haben wir Akteure, die heldenhaftes leisten. Sie handeln ehrenhaft, sie setzen sich für andere ein. Sie trauen sich was zu, was andere sich insgeheim vielleicht wünschen, sie haben Mut und sie verändern etwas. Vorbilder des Herzens – Kämpfer für die Gerechtigkeit – Helden der Menschheit.

Der Zuhörer steht im Mittelpunkt
 
Auch die spannendste Story verpufft ohne Beachtung, wenn sie nicht auf offe-ne Ohren und offene Herzen trifft. Der Erfolg einer Botschaft hängt daher auch von der richtigen Auswahl der Adressaten (Zielgruppe) ab. Man sollte sich also vorher auch Gedanken darüber machen, welchen Lebensstil das Publikum hat und welche Themen für die Zielgruppe wirklich interessant sind.

Nutzen Sie die Intelligenz des Publikums 

Wer die breite Masse erreichen möchte, sollte sich für intelligente Geschichten entscheiden. Die meisten Menschen sind einigermaßen gebildet und verstehen auch subtile Botschaften. Herausfordernde Werbung wirkt sympathisch – platt wird ignoriert.

Originalität zählt
 
Welche Geschichte auch immer erzählt werden soll: witzig, spannend und vol-ler Emotionen sollte sie sein! Sie sollten neue, originelle Wege gehen. Nehmen Sie sich lieber etwas Zeit und denken noch mal nach – schlafen sie drüber … – um die richtige Formulierung, den richtigen Einstieg oder das gewünschte Ende der Geschichte zu finden.

Dramaturgische Elemente nutzen

Egal ob Werbespot in Radio oder Fernsehen, Anzeige, Flyer oder ein Post in Social-Media-Kanälen: Dramaturgische Spielregeln zur Erzeugung von Aufmerksamkeit funktionieren immer. Die Abläufe sind seit Menschengedenken gleich geblieben, nur die Formen ändern sich. Es geht immer um einen Konflikt und dessen Lösung.

Wollen Sie sich verkaufen oder ein Produkt, müssen Sie Lösungen anbieten, die anderen Menschen helfen. Dafür müssen Sie die Probleme der Zielgruppe kennen. Je besser sie diese kennen, desto dichter sind Sie an der Lösung des Problems und am Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist es egal, wie lang ihre Geschichte wird, denn auch die kürzeste Story sollte den konfliktlösenden Spannungsbogen aufweisen.

So kann natürlich auch ein Geschäftsbrief spannend wie ein Agentenfilm aufgebaut sein ….

Bringen Sie die Dinge auf den Punkt 
 
Eine gute Story kann sehr lang sein, lässt sich aber immer in wenigen Sätzen zusammenfassen, da der „rote Faden“ erkannt und gehalten wird. Dies kann dann in verschiedenen Varianten erzählt werden. Eine relativ einfach erzählte Geschichte, in der sich der Zuhörer, Zuschauer oder Leser wieder erkennt, bleibt besser im Gedächtnis haften.

Gute Ideen finden immer ihren Weg zum Publikum. Daher sollten Geschichten erst ganz zu Ende gedacht und dann um-gesetzt werden. Jede Story hat ihr eigenes Medium.

Heute sind die Dinge „crossmedial“


Crossmediales Storytelling eignet sich für Freiberufler genauso wie für große Unternehmen. Es bedeutet, dass verschiedene Kanäle für die Verbreitung der Story ausgesucht werden, aber immer nur eine Aussage getroffen wird. So kann die Botschaft genauso in Facebook, YouTube oder auf Twitter zu finden sein, aber auch auf der Litfaßsäule, wenn dies für die Verbreitung der Werbung nützlich ist. Wer seine Werbebotschaft über unterschiedliche Wege verbreitet, erreicht mehr Interessiert, vielleicht sogar mehrfach. Auch klassische Werbemittel tragen zu einem erfolgreichen Storytelling bei.

(C) für diesen Text: Gudrun Anders, Aachen

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